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Umweltbundesamt (Wettbewerbsbeitrag 2010)

Branche: Öffentliche Verwaltung, 800 Mitarbeiter

Highlights:


Das Umweltbundesamt (UBA) verpflichtet sich in seinen Umweltleitlinien zum umweltorientierten Handeln und ist bereits seit 2001 nach der europäischen EMAS-Verordnung und der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14000 zertifiziert. Eine wesentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Umweltmanagement ist, dass die Aktivitäten, Abläufe und Zuständigkeiten organisatorisch vollständig in die Behörde integriert sind. Dies schließt eine an Energie- und Ressourcenschutz orientierte Liegenschaftsbewirtschaftung ebenso ein wie eine umweltverträgliche Beschaffung und Veranstaltungsorganisation sowie umweltverträgliches Mobilitätsverhalten. Wir fördern durch zahlreiche Maßnahmen das umweltverträgliche Mobilitätsverhalten der Beschäftigten im UBA. Ein Arbeitsschwerpunkt des UBA in den letzten Jahren ist das umweltorientierte Mobilitätsmanagement. Hierfür wurde eigens der Arbeitskreis Mobilitätsmanagement (AK MM) eingerichtet, der in das Umweltmanagement nach EMAS eingebunden ist. Dieser zielt darauf, Umweltbelastungen bei Dienstreisen, Arbeitswegen, dem Besucherverkehr sowie durch Dienstfahrzeuge mit Hilfe gezielter Informationen und Maßnahmen zu verringern. Die Maßnahmen beziehen sich auf alle Verkehrsträger - also selbstverständlich auch und besonders auf den Radverkehr. Wir fördern den Radverkehr durch sichere, leicht zugängliche und überwiegend überdachte Radabstellanlagen sowie gezielte Informationen an unseren Standorten und haben zudem Dusch- und Umkleidemöglichkeiten geschaffen. Der Modal Split des Umweltverbundes liegt in Dessau bei 70 Prozent und im gesamten UBA bei 67 Prozent. Der Radverkehrsanteil liegt im UBA-Gesamt bei 20,1 %. Um die verkehrsbedingten Umweltauswirkungen weiter zu verringern und das Mobilitätsmanagement weiterzuentwickeln wurde im UBA nach 2006 im Jahr 2009 erneut eine Mobilitätsumfrage durchgeführt. Auf der Grundlage der Befragungsergebnisse wurden Ziele und Maßnahmen angepasst, neue Maßnahmen festgelegt und umgesetzt. Um bei Dienstreisen die Mobilität vor Ort zu verbessern, hat das UBA im Jahr 2009 ein hochwertiges Dienstfaltrad mit Reisetasche beschafft. Dies kann bspw. auf Dienstreisen als Gepäckstück im ICE mitgenommen werden. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie umweltverträgliche Mobilität mit dem Rad zu fördern, wurden in der Tiefgarage des Dienstgebäudes in Dessau speziell markierte Fahrradflächen für Räder mit Kinder- und Transportanhängern eingerichtet. Im Rahmen des Gesundheitstages wurde im Frühjahr 2009 ein Reparaturservice für Räder mit Informationen rund ums Rad angeboten. In Frühjahr 2010 wurde wiederum ein Fahrradservice mit großem Erfolg angeboten. Es ist geplant künftig einen externen Service für Räder in Dessau anzubieten. Um das Radfahren in der Freizeit zu fördern, gibt es im UBA eine aktive Radsportgruppe und auch bei unseren alljährlichen Betriebsausflügen ist das Rad fester Bestandteil im Programmangebot. Mit der Beteiligung an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" in 2009 und 2010, fördern wir die umweltverträgliche Mobilität von und zur Arbeit und auch auf Dienstreisen. Im letzten Jahr haben wir in dem dreimonatigen Aktionszeitraum die Erde rechnerisch einmal klimaschonend umrundet. Ein Mitarbeiter der UBA-Messstelle Schauinsland hat an 20 Tagen insgesamt 19.000 Höhenmeter überwunden. Das sind mehr als zweimal so viel wie auf den Mount Everest.

Aus unserer Mobilitätsumfrage wissen wir, dass die vorhandenen Maßnahmen zur Fahrradförderung (Diensträder, Radwerkzeugkoffer, Dusch- und Umkleidemöglichkeiten usw.) durchschnittlich mit der Note 1,7 (gut) bewertet worden sind (Ergebnisse der Umfrage, Seiten 48-52).

Ergebnisse der aktuellen Mobilitätsumfrage unter:

http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3948.pdf

EMAS-Erklärungen unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info/emas.htm







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Michael Bölke
michael.boelke@uba.de