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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck (Wettbewerbsbeitrag 2010)

Branche: Gesundheits- und Sozialwesen, 5000 Mitarbeiter

Highlights:


Das Universitätsklinikum in Lübeck verfolgt seit Jahren eine aktive Strategie zur Förderung von Alternativen zum motorisierten Individualverkehr. Für Radfahrer wurden sehr gute Rahmenbedin­gungen geschaffen. Dadurch wird der vorhandene Pkw-Parkraum entlastet und steht denjenigen zur Verfügung, die auf das Auto als Verkehrsmittel angewiesen sind.

Anlass war im Jahr 1995 die Parksituation auf dem Unigelände, die immer chaotischere Zustände angenommen hatte. Daraufhin wurde vom Senat der Hochschule die Einführung einer Parkraumbe­wirtschaftung für die 5.100 Mitarbeiter, 2.100 Studierenden und schätzungsweise 2.800 Besucher beschlossen. Sie gilt für alle 1.276 Parkplätze. Mitarbeiter zahlen 30 € für einen persönlichen und 10 € für einen für alle Mitarbeiter zugänglichen Pkw-Stellplatz.

Besonders hervorzuheben ist, dass diese Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung für die Förderung von Fahrrad und öffentlichem Verkehr zur Verfügung stehen, z.B. für Fahrradabstell­anlagen oder den Umbau von Bushaltestellen auf dem Gelände.

56% der Mitarbeiter des Universitätsklinikums kommen zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zur Arbeit. Für Radfahrer wurden ca. 1.200 Fahrradanlehnbügel (= 2.400 diebstahlsichere Fahrradstellplätze) möglichst nah an den Eingängen der 49 Gebäude errichtet. Hierdurch hat das Rad auch als Verkehrsmittel auf dem 73 ha großen Campusgelände an Bedeutung gewonnen.

Die Anlehnbügel werden nach Bedarf ergänzt oder versetzt. Des weiteren wurden für Radfahrer Bordsteine abgesenkt, Unfall­schwerpunkte entschärft und eigene Verkehrs­wege angelegt.

Insgesamt sind etwa 70 Dienstfahrräder im Einsatz, z.B. bei den Service-Technikern und in der Gärtnerei. Zwei rote "Express-Fahrräder" stehen für den schnellen Bluttransport zur Verfügung. Im Jahr 2001 wurden ca. 80 Helme vergünstigt an die Mitarbeiter verkauft sowie eine vollautomatische Fahrradwaschstation eingesetzt.

Im Jahre 2002 wurde vom Förderverein Sozialpsychiatrie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie e.V. eine Fahrrad­werkstatt eröffnet. Dort können die Mitarbeiter und Studenten des Universitätsklinikums und der Hochschulen ihre Räder zur Durchsicht sowie für kleine Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen abgeben. Durchgeführt werden die Reparaturen von Patienten mit seelischen Problemen.

Alle Maßnahmen werden kontinuierlich im Rahmen der Instandhaltung optimiert. Anregungen von "Alltagsradlern" werden berücksichtigt. Das Klinikum entsendet regelmäßig Vertreter zu den Sitzungen des Rundes Tisch "Radverkehr" und ist im Kontakt zu dem Fahrradbeauftragten der Hansestadt Lübeck.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Vergangenheit finden Sie unter diesen Links:

http://www.vcd.org/vorort/nord/gewinn-faktor-fahrrad/teilnehmer-und-gewinner/wettbewerb-2003/

http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/praxisbeispiele/anzeige.phtml?id=2006





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Hansjörg Biesenbach
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